„Husaren“,

die berittene Truppe, die bis zum Schüttenhoff 1927 schlicht „Kavallerie“ genannt wurde, gehört mit der Jungen Garde und der Artillerie zu den „Angreifern“.

Sie wechseln sich im Verlauf des Schüttenhoff mit der Jungen Garde bei den Vorstößen ab. Immer wieder spektakulär sind die Angriffe an den verschiedenen Schauplätzen des Schüttenhoffs.

Das Gefecht beginnt für die Husaren mit einer klassischen Aufgabe, der Aufklärung.

Der Rittmeister setzt eine kleine Schar seiner Husaren ein, um die Fühlung zum Gegner im Nienoverer Weg wieder herzustellen. Nach kleinen Scharmützeln weichen die Husaren auf das Gelände des Reitvereins aus. Der Rittmeister, mit Fähnrich und Offizieren erstattet unverzüglich Meldung.

Daraufhin eröffnet die Artillerie das Feuer und die Husaren greifen mit dem letzten Donnergrollen hart auf die Jäger an. Werden zunächst abgewiesen, um nach nochmaligem Attackieren den Gegner gemeinsam mit der Jungen Garde zu werfen.

Im Galopp wird nachgesetzt. Die Verteidiger legen sich in der Dammstraße erneut vor und können zunächst die Attacke der Husaren abweisen. Aber auch hier gelingt es den Husaren im kühnen Ritt die Barrikaden zu überwinden und das Zwischenziel am Götzenhof zu nehmen. Dort bereitet sich die Truppe auf den letzten Angriff des Tages auf die Schlagd vor.

Die Junge Garde bereitet das Feld vor. Die Husaren nutzen mit dem letzten Angriff des Feldzuges den Angriffsschwung und werfen den Gegner gemeinsam mit der Artillerie und der Jungen Garde über die Weser.

Das Gefecht ist geschlagen und getreu dem Motto erst die Pferde, dann der Mann, wird die Anschlussversorgung durch die ständig folgende Marketenderei eingeleitet.

Aus diesen Schilderungen wird deutlich, dass die Mitglieder der Husaren gute Reiter sein müssen, damit sie im hektischen Betrieb der Spiele und zwischen den dichtgedrängten Zuschauerreihen am Straßenrand ihre Pferde beherrschen.

1997 hatten die Husaren 33 Mitglieder, davon 13 mit Offiziersgrad, 18 mit Mannschaftsgrad und zwei passive Mitglieder.

Bis zum Schüttenhoff 2019: